Filmvorführung und Diskussion „The Trial: The State of Russia vs Oleg Sentsov“

Der ukrainische Regisseur Oleg Sentsov ist seit mehr als drei Jahren in russischer Haft. Im Mai 2014 geriet der Filmemacher ins Fadenkreuz des russischen Geheimdienstes, als er sich während des Euromajdans aktiv engagierte und an den friedlichen Protesten gegen die völkerrechtswidrige Krim-Annexion teilnahm. Sentsov wurde auf der Krim festgenommen und nach Russland verschleppt. 2015 verurteilte ihn ein Militärgericht in Rostow-am-Don wegen angeblicher „Bildung einer terroristischen Vereinigung“ zu 20 Jahren Lagerhaft.

Der in Russland lebende usbekische Dokumentarfilmer Askold Kurov hat das Gerichtsverfahren begleitet. Sein Film macht sowohl die Absurdität des Prozesses als auch die Instrumentalisierung von Staat und Justiz zur rücksichtslosen Unterdrückung Andersdenkender deutlich. Der Film zeigt aber auch die Bemühungen von Familie, FreundInnen und AnwältInnen sowie die Solidarität von renommierten FilmemacherInnen im Kampf für Sentsovs Freiheit.

Im Anschluss an den Film diskutierten Tamila Taschewa von der ukrainischen NGO Krym SOS, Marieluise Beck, ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen und Leiterin des Zentrums Liberale Moderne und der Ukraine-Historiker Andrii Portnov von der Europa-Universität Viadrina über die Menschenrechtslage auf der Krim und die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und russischen zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Hier finden Sie das Video zum Nachschauen:

 

 

Einen ausführlicheren Bericht über die Veranstaltung finden Sie hier.

Eine Kooperationsveranstaltung von: Zentrum Liberale Moderne (Programm „Ukraine verstehen“), Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) und „Ukraine Calling“.
Mit finanzieller Unterstützung der International Renaissance Foundation.