Beratung und Austausch Stadtentwicklung

Beratung und Austausch Stadtentwicklung

Die Stadt Winnyzja entwickelt zurzeit ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) nach Vorbild der Stadt Halle. Das Konzept soll eine Leitlinie für die Stadtentwicklung bis 2030 darstellen. Wichtiger Bestandteil ist ein Kartenwerk, das die verschiedenen Entwicklungsziele visualisiert. Aktuell werden in der Ukraine jedoch keine Stadt- und Regionalplaner ausgebildet. Daher fehlt der Stadtverwaltung in Winnyzja technisches Know-How zur Erarbeitung des neuen Konzeptes.

Das übergeordnete Ziel des Projektes besteht in der Beratung der Stadtverwaltung Winnyzja in Fragen zu Geoinformationssystemen, um die Umsetzung des ISEK 2030 zu ermöglichen. Folgende Teilziele sollen dabei erreicht werden:
Aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Geodaten in der Ukraine soll die Stadtverwaltung in die Lage versetzt werden, selbst Daten zu erzeugen bzw. Beschaffungswege aufgezeigt werden. Ein weiteres Ziel ist es, räumliche Analysemethoden nach Bedarf zu vermitteln. Diese Methoden sollen an praktischen Beispielen zu den Themenfeldern Bildung, Wohnen, Demografie, Wirtschaft, Mobilität und Verkehr, Einzelhandel, Freiraum, Umwelt und technische Infrastruktur Anwendung finden. Abschließend sollen die Analyseergebnisse anschaulich visualisiert werden und Eingang in das ISEK 2030 finden.


Reimund Steinhäußer


Reimund Steinhäußer


Reimund Steinhäußer hat Geographie im Diplom-Studiengang (Ausrichtung Wirtschafts- und Sozialgeographie) mit den Nebenfächern Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Politikwissenschaften an der TU-Dresden studiert. Vertieft hat er sich in den Bereichen Stadt- und Regionalentwicklung sowie Geoinformatik. Nach seinem Studium war er von 2010 bis 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg tätig. Danach wechselte er in die Praxis und ist seit 2016 Regionalplaner bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree. Ebenfalls seit 2016 engagiert er sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.

Kontakt: steinhaeusser@rpg-oderland-spree.de

Euroregion PRO EUROPA VIADRINA


Euroregion PRO EUROPA VIADRINA

Die Euroregion PRO EUROPA VIADRINA ist eine der vier Euroregionen entlang der deutsch-polnischen Grenze. Sie liegt im Osten des Bundeslandes Brandenburg auf der deutschen Seite und im nördlichen Teil der Wojewodschaft Lubuskie auf der polnischen Seite. Die Euroregion PRO EUROPA VIADRINA umfasst auf polnischer Seite ein Gebiet, das aus insgesamt 28 Gemeinden der Wojewodschaft Lubuskie besteht, die in 5 Landkreisen zusammengeschlossen sind. Das Gebiet auf der deutschen Seite setzt sich aus der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) sowie den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree zusammen. Die Arbeit der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA verfolgt das Ziel, die Region beiderseits der Grenze auf eine noch stärker verflochtene, gemeinsame Zukunft vorzubereiten, weshalb sie die Erweiterung der Europäischen Union unterstützt und mitgetragen hat.

Website: http://www.euroregion-viadrina.de