Strategien gegen Fake News in der Ukraine

Strategien gegen Fake News in der Ukraine

Im Vorfeld der russischen Besetzung der Krim wurden die Menschen in den östlichen Gebieten der Ukraine in diversen sozialen Medien über zunehmende Gewaltausbrüche und vandalierende, rechtsextreme Schlägertrupps in ihrem Land informiert. Erst Wochen und Monate später wurde nach und nach klar: Diese Geschichten stimmten nicht. Und sie blieben einem Großteil der Bevölkerung verborgen, da sie als so genannte Dark Ads verbreitet wurden. Hier wurden zur Vorbereitung einer militärischen Aktion gezielt digitale Desinformationskampagnen ausgespielt, die die Ukraine in ihrer Handlungsfähigkeit paralysierten, Ressourcen bündelten und das Vertrauen in die gewählte Regierung weiter verringerten – erfolgreiche Propaganda 2.0.
Durch diese und ähnliche Einflussnahmen wie bei der Brexit-Abstimmung und der US-Präsidentenwahl bestehen mittlerweile Befürchtungen einer digitalen Einflussnahme bei allen demokratischen Wahlen in der westlichen Welt. Liberale Gesellschaften sind in Gefahr. Die Ukraine bleibt dabei so etwas wie ein Testgebiet – vor allem aufgrund der sprachlichen Nähe und der geopolitischen Bedeutung des Landes.
Knapp fünf Jahre später sollen deshalb im Rahmen des Projekts „Strategien gegen Fake News in der Ukraine“ ukrainische Experten in einer Diskussionsveranstaltung in Berlin über deren Beobachtungen vor Ort berichten und einen Einblick in die gewählten Gegenmaßnahmen geben. Gibt es eigentlich erfolgsversprechende Strategien gegen solche Falschmeldungen – und wie könnten diese aussehen?
Die Veranstaltung soll im Herbst 2019 stattfinden.


Philipp Marten


Philipp Marten


Philipp Marten leitet das Büro von Andreas Geisel (SPD), Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, und engagiert sich bei D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt e.V., einem digitalpolitischen Think Tank. Er studierte Internationale Beziehungen, Politikwissenschaften und Kriminologie.

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