Ukraine und Deutschland – Archäologie im Dialog

Ukraine und Deutschland – Archäologie im Dialog

Das Projekt » Ukraine und Deutschland – Archäologie im Dialog « verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll durch eine Fotoausstellung die Ukraine in Deutschland sichtbarer gemacht und das Interesse für Ukrainethemen sensibilisiert werden. Zum anderen sollen durch die gemeinsame Konzeption einer Ausstellung ein wissenschaftliches Netzwerk zwischen beiden Ländern wiederbelebt und weitere zukünftige Projektpartnerschaften sondiert werden. In Workshops und Arbeitstreffen wird eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte und Archäologie der Ukraine stattfinden. Besonders der wissenschaftliche Nachwuchs soll hierbei integriert werden. Die gemeinsam konzipierte Fotoausstellung zu einer repräsentativen Auswahl an archäologischen Funden aus der Ukraine bildet den sichtbaren Abschluss eines bilateralen Austausches und eines neu stimulierten Netzwerkes. Sie soll in mehreren ukrainischen und deutschen Städten gezeigt werden. Der Vorteil einer Fotoausstellung ist, dass die Abbilder kulturellen Erbes leichter Landesgrenzen zu überwinden vermögen, aber dennoch der wissenschaftliche und kultur- sowie geschichtsvermittelnde Gehalt der Objekte bewahrt bleibt.


Regina Anna Uhl


Regina Anna Uhl


Regina Uhl studierte Ur- und Frühgeschichte, Kulturanthropologie und Vorderasiatische Archäologie in Heidelberg und Čeljabinsk. Unter anderem war sie am Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim tätig, nahm studienbegleitend an etlichen Feldforschungen auf dem Balkan, in Russland und auf der arabischen Halbinsel teil und absolvierte ein Volontariat an der Eremitage in St. Petersburg. Die bereits 2009 aufgenommene, studentische Mitarbeit an Forschungsprojekten der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts zu Berlin wurde durch wissenschaftliche Projekte im Kaukasus sowie die Leitung eines mehrjährigen Forschungsprojektes in der Republik Moldau fortgeführt (2011-2016). Aus diesen Forschungen ging an der FU Berlin ihre Promotionsschrift zur Sozial- und Technikgeschichte im Nordpontus hervor. Seit Oktober 2018 arbeitet sie am Historischen Seminar der Universität Leipzig.

Deutsches Archäologisches Institut, Eurasien-Abteilung


Deutsches Archäologisches Institut, Eurasien-Abteilung

Als eine der jüngeren Abteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts,einer Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts, wurde die Eurasien-Abteilung im Jahre 1995 gegründet. Als Kernarbeitsgebiet deckt sie die Nachfolgestaaten der UdSSR, also die heutige Russische Föderation, die GUS-Staaten sowie weitere benachbarte Länder ab. Thematisch widmet sich die Abteilung den Wechselwirkungen zwischen nomadischen und sesshaften Kulturen von den vorgeschichtlichen Epochen bis ins Mittelalter. Daneben steht das Verhältnis von technischen Innovationen und sozialen Prozessen sowie die Verbreitung von Innovationen im eurasischen Raum im Zentrum der Forschungen.