Tandem Cycling Marathon – internationale Tandem-Fahrradtouren für Blinde und Sehende

Tandem Cycling Marathon – internationale Tandem-Fahrradtouren für Blinde und Sehende

Das Vorhaben basiert auf den Erfahrungen der ukrainischen Partnerorganisation „ Institute of Ukrainian Studies“ (IUS), die seit 2015 jährlich im Sommer Tandem-Fahrradtouren für Blinde bzw. Sehbehinderte (die aufgrund der Einschränkung ihrer Sehfähigkeit nicht eigenständig am Straßenverkehr teilnehmen können) sowie Sehende in verschiedenen Regionen der Ukraine durchführt und eine solche auch für den Sommer 2018 plant. Nachdem die deutsche Partnerorganisation Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V. (JuSeV), schon seit einigen Jahren mit dem ukrainischen Partner in verschiedenen Projekten zusammen gearbeitet hat, soll aus diesem bisher rein ukrainischen Projekt der Tandem-Fahrradtouren ein internationales (zunächst deutsch- ukrainisches) Projekt entwickelt werden.
Die Ziele dieser doppelten Begegnung der Kulturen (Blinde – Sehende, Deutsche – Ukrainer/innen) sind:
– Begegnung zum gegenseitiges Kennenlernen, interkulturelles Lernen, Abbau von Stereotypen und Vorurteilen, Aufbau von Vertrauen und der Fähigkeit zur Zusammenarbeit.
– Kennenlernen des jeweils anderen Landes (Landschaften, Natur und Kultur).
– Untersuchung touristischer Einrichtungen auf dem Weg im Hinblick auf ihre Zugänglichkeit für Menschen mit körperlichen oder sensorischen Einschränkungen, insbesondere der Sehfähigkeit.
– Diskussion mit Verantwortlichen (Tourismusmanagern, Betreibern von Einrichtungen, Kommunalpolitikern), Vergleich der Situationen in Deutschland und der Ukraine, Dokumentation.
Der Zeitplan beinhaltet einen Vorbesuch zum Kennenlernen der Arbeitsweise des ukrainischen Partners und der besonderen Herausforderungen des Projektes im August 2018 in der Ukraine, eine erste Tandem-Fahrradtour im Juli/August 2019 in der Ukraine und eine zweite Tandem-Fahrradtour im September/Oktober 2019 in Deutschland. Es wird ein Dokumentarfilm entstehen, der junge Menschen zu weiteren inklusiven, internationalen Begegnungen motiviert und Organisationen dazu ermutigt, ähnliche Projekte anzustreben.

 


Klaus Waiditschka


Klaus Waiditschka


Klaus Waiditschka ist Diplom-Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung. Er hat ca. 15 Jahre für den Jugendverband der Evang. Jugend gearbeitet, bevor er im Jahr 1995 die Leitung der Evang. Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch in Storkow/Mark übernommen hat und ist seit 2005 Fachbereichsleiter für außerschulische Bildung und internationale Zusammenarbeit bei Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V., einem regionalen Jugendhilfeträger im östlichen Brandenburg. Darüber hinaus engagiert er sich als Trainer des Deutsch-Polnischen Jugendwerks und Leiter der Eurodesk-Servicestelle für Brandenburg im Bereich der internationalen Jugendarbeit und europäischen Jugendinformation.

Kontakt: international@jusev.de

Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V. (JuSeV)


Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V. (JuSeV)

Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V. (JuSeV) ist ein landesweit anerkannter Träger der Jugendhilfe in Brandenburg mit Sitz in Fürstenwalde/Spree. Er arbeitet mit Kindern, Jugendlichen und Familien in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialpädagogik und Jugendsozialarbeit sowie der schulischen und außerschulischen Bildung, lokal und gemeinwesenorientiert, sozialraumbezogen, regional und landesweit sowie durch internationale Zusammenarbeit mit Partnern aus ganz Europa. Zu seinen Einrichtungen gehören eine evangelische Grundschule, Kindertagesstätten, Jugendclubs und Stadtteilzentren sowie eine evangelische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte; weitere Aufgaben sind z.B. die Sozialarbeit und integrative Betreuung an Schulen, verschiedene Freiwilligendienste sowie die Förderung von Weltoffenheit, Demokratie, Integration und Beteiligung von Jugendlichen.

Website: www.jusev.de