Wilfried Jilge

Wilfried Jilge, Osteuropahistoriker, ist seit März 2016 Mitarbeiter im Programm Russland, Osteuropa und Zentralasien am Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa der DGAP.

Er ist zudem seit Anfang 2015 assoziierter Wissenschaftler am „Center for Governance and Culture in Europe“ der Universität St. Gallen.
Hauptschwerpunkte seiner Arbeit sind die Erforschung der völkisch-antidemokratischen Bewegung in den böhmischen Ländern, der er sich zwischen 2012 und 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Slavistik der Universität Leipzig widmete, sowie die Zeitgeschichte und Politik der Ukraine und Russlands. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig“ forschte er zwischen 2001 und 2010 zur postsowjetischen Ukraine
Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die deutsch/europäisch-ukrainischen Beziehungen im Rahmen von EU-Integration und Europäischer Nachbarschaftspolitik, innen- und außenpolitische Aspekte der Ukraine-Russland-Krise und die Erforschung von Strömungen des russischen Nationalismus und geopolitischer, neo-slavophiler und identitätspolitischer Konzepte („Russische Welt“) im postsowjetischen Russland.
Wilfried Jilge ist auch in der Lehre tätig und berät Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Europaparlaments in Fragen zur Ukraine. 2014 war er Mitglied der von der Deutschen Gesellschaft Osteuropakunde koordinierten und vom Auswärtigen Amt geförderten Expertengruppe Osteuropapolitik, die Empfehlungen für die deutsche Außenpolitik gegenüber der Ukraine und Osteuropa erarbeitete. Seit 2005 ist er Vorstands- und Gründungsmitglied des deutsch-ukrainischen zivilgesellschaftlichen Forums „Kiewer Gespräche“. Er hat mehrere Jahre in Kyïv sowie von 2013 bis 2014 in Moskau gelebt und geforscht. (Quelle: https://bit.ly/2JMaL4q)

Für Ukraine Calling sprach Wilfried Jilge im Dezember 2017 zum „aktuellen Stand der Reformen und der Wirtschaft in der Ukraine“.