Prof. Dr. Gerhard Simon

Gerhard Simon studierte Geschichte und Slavistik an den Universitäten Göttingen, Hamburg und an der Indiana University. 1969 wurde er in Hamburg mit einer Dissertation zur Kirchenpolitik im Russischen Kaiserreich zum Dr. phil. promoviert. Ab 1968 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln tätig. 1985 habilitierte er sich an der Universität Köln für neuere und osteuropäische Geschichte mit einer Arbeit zu Nationalismus und Nationalitätenpolitik in der Sowjetunion und lehrte hier seit 1991 als außerplanmäßiger Professor. Gastprofessuren führten ihn an die Universität München, die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Mainz. Er ist Fellow des Russian Research Center an der Harvard University und absolvierte ein Fellowship am Kennan Institute des Wilson Center.

Von 1991 bis 2000 war er Leiter des Forschungsbereichs Russland und andere Staaten der GUS und leitender wissenschaftlicher Direktor am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien.  Kurz nach dessen Auflösung zum Ende des Jahres 2000 wurde er 2001 in den Ruhestand verabschiedet.  Während der Krise in der Ukraine 2014 wurde er häufig als Experte in den Medien befragt.

Für  Ukraine Calling hielt Gerhard Simon im April 2017 den Eröffnungsvortrag „Unser Nachbar Ukraine“.